Startseite
Kinder Kosmetik Gesundheit Bauen Ernährung Geld Freizeit



Dies ist ein Angebot von AdvoGarant.de®. Für den Inhalt und für ggf. angebotene Produkte ist AdvoGarant verantwortlich.


Wege zum Recht.



Telefonische Beratersuche unter:

0800 - 589 368 0333

(kostenfrei)


Bußgeldbescheid

Wie man sich gegen einen Bußgeldbescheid wehrt.

Ein kurzes, meist rotes Aufleuchten und schon ist es passiert. Sie wurden geblitzt. Vielleicht, weil Sie zu schnell waren, den Mindestabstand nicht eingehalten haben oder eine Kreuzung bei Rot passiert haben. Oder weil das Gerät fälschlich ausgelöst hat. Falls Sie im Anschluss an diesen „Blitz“ nicht sofort von der Polizei angehalten und zum Vorfall befragt werden, finden Sie einige Zeit später zunächst einen Anhörungsbogen in der Post. Darin werden Sie von der Behörde aufgefordert sich zu äußern: Sind Sie es gewesen, stimmen Vorwurf und persönliche Daten, wie ist es denn passiert und bitte unterschreiben Sie hier.

Und genau das machen Sie besser nicht. Unterschreiben Sie nichts und halten Sie sich auch ansonsten mit jeder Weitergabe von Informationen zurück. Sonst flattert Ihnen in kurzer Zeit ein Bußgeldbescheid ins Haus oder Schlimmeres. Neben der Vermeidung dieses ersten Kardinalfehlers gilt es im Hinblick auf ein straßenverkehrsrechtliches Bußgeldverfahren die folgenden drei goldenen Regeln zu beachten um einen Bußgeldbescheid zu vermeiden:

Regel 1: Rechtsschutzversicherung abschließen

Eine Rechtsschutzversicherung im Verkehrsbereich ist ein Muss, weil Sie ohne Anwalt so gut wie keine Chance gegen einen Bußgeldbescheid haben. Ein Bußgeldverfahren kann sich über drei Etappen erstrecken: Ermittlungsverfahren, erste Instanz vor dem örtlich zuständigen Amtsgericht und zweite Instanz vor dem Oberlandesgericht. Jede einzelne Etappe löst neue staatliche Gebühren und eben auch Anwaltskosten aus. Sofern dann noch Zeugen- und Sachverständigenkosten hinzukommen, liegt man schnell bei mehreren tausend Euro. Hinzu kommt natürlich noch der Betrag aus dem Bußgeldbescheid. Wenn der Fall am Ende trotz aller Mühen verloren werden sollte, müssen Sie das alles selbst zahlen.

Natürlich zahlt die Versicherung nicht das Bußgeld, das im Bußgeldbescheid verlangt wird. Dafür übernimmt der Rechtsschutz aber die Kosten des Gerichtsverfahrens und das erleichtert Ihnen die Entscheidung, sich gegen einen Bußgeldbescheid zu wehren ganz enorm. Verkehrsrechtsschutzversicherungen gibt es übrigens für deutlich unter 100 Euro im Jahr.

Regel 2: Schweigen

Äußern Sie sich ohne vorherige Absprache mit Ihrem Anwalt niemals und nie (und seien Sie auch noch so schuldig oder unschuldig) mündlich, schriftlich oder sonstwie gegenüber der Behörde zum Vorwurf selbst. Geben Sie nichts zu und leugnen Sie auch nichts. Wenn Sie unbedingt einen Satz gegenüber Behörde oder Polizei loswerden wollen, dann nur diesen: „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich zur Sache keine Angaben machen möchte.“

Sie fragen warum? Die Antwort ist einfach. Jede Äußerung von Ihnen wandert in die Bußgeldakte und ist nicht mehr ungeschehen zu machen. Sie legt die Verteidigung fest oder schränkt mindestens deren Möglichkeiten ein. Vor Akteneinsicht ist jede Äußerung im besten Falle überflüssig. Nach einer Prüfung der Akte durch Ihren Anwalt bleibt immer noch genug Zeit für - dann wohlüberlegte - Aussagen. Eine schnelle Aussage im Anhörungsbogen, es tue Ihnen ja so leid, dass Sie hier so schnell gefahren seien und Sie bäten um eine milde Bestrafung hilft Ihnen sicher nicht. Spätestens wenn Ihr Anwalt später feststellt, dass Sie auf dem Blitzerfoto gar nicht identifizierbar gewesen wären und ohne Ihre „hilfreiche“ Äußerung daher wohl ein Freispruch erfolgt wäre, werden Sie Ihr voreiliges Handeln bedauern. Umso mehr wenn es nicht nur zu einem Bußgeldbescheid sondern zu einem Fahrverbot kommt.

Regel 3: Anwalt rechtzeitig einschalten

Versuchen Sie nicht, sich selbst gegen einen Bußgeldbescheid zu wehren, das funktioniert fast nie. Ein verkehrsrechtlich orientierter Anwalt wird Ihren Fall nüchtern analysieren und alle prozessualen und materiellen, juristischen Register für Sie ziehen. Er kennt Kniffe, einen Bußgeldbescheid gegebenenfalls schon im Anhörungsstadium abzuwenden, wenn Sie ihm die Chance geben und ihn gleich nach Erhalt der Anhörung aufsuchen. Darüber hinaus hat er gute Verbindungen zu öffentlich bestellten Sachverständigen, die auf Messungen im Straßenverkehr spezialisiert sind. Diese können im Bedarfsfall auch die technischen Aspekte der jeweiligen Messung umfassend überprüfen. Aber auch ein Anwalt kann natürlich nicht „zaubern“ und wird Ihnen - jedenfalls wenn er seriös arbeitet - niemals einen bestimmten Verfahrensausgang versprechen.

Zum Schluss noch etwas zum Thema „rechtzeitig“. Die Einspruchsfrist gegen den Bußgeldbescheid beträgt 14 Tage ab Zustellung. Das Zustelldatum finden Sie in der oberen Zeile des gelben Umschlags in dem er steckt. Nach Fristablauf ist der Bußgeldbescheid endgültig bestandskräftig - auch der beste Anwalt kann dann nichts mehr für Sie tun.


Das könnte Sie auch interessieren:

Über den Autor

Dr. Malte Magold

Sofort-Beratersuche

AdvoGarant.de Mandantenfuchs

Schildern Sie Ihren Fall und Anwälte bewerben sich



AdvoGarant.de
Berater-Service

Sie wollen erfolgreich Kunden gewinnen und binden?

Wir helfen Ihnen als starker Partner für Marketing & Organisation

AdvoGarant Artikelsuche

Bereiche & Rubriken
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Freizeit / Technik / Tiere


Aktuelles
Hefte im Überblick
Neueste Tests
ÖKO-TEST Verlag
Wir über uns
Kontakt
Impressum
Jobs bei ÖKO-TEST
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Investor Relations


Presse
Presse / Handel
Unsere Services
Datenschutz
Service
Newsletter
RSS Feed
Media
Mediadaten
ÖKO-TEST Label
MUM Kundenzeitung


social media
Gewinnspiel
facebook
twitter
google +
Forum


Online-Shop
Neue Hefte im Shop
Print-Abo
ePaper-Abo
ePaper-Ausgaben
Sparpakete
ARCHIV DVD